Rezension: "Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze

gelesen und rezensiert von Tii

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Egmont LYX; 
Auflage: 1 (5. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802597656
ISBN-13: 978-3802597657




Klappentext:

Sophie ahnt nicht, dass ein halbes Lächeln alles auf den Kopf stellen wird. Dass ein einziger Blick aus schokoladenbraunen Augen ausreichen wird, um ihre Welt in Funken sprühendes Himmelblau zu tauchen. Dass ein einziger Kuss ihr den Mut verleihen wird, dem Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen, das ihr Leben bis jetzt bestimmt hat. Mattis ahnt nicht, dass Sophie ihm entlocken wird, was er vor allen anderen verbirgt. Dass er sich mit ihr so sicher fühlen wird wie noch mit niemandem zuvor. Beide ahnen nicht, dass ihre Liebe sie über sich selbst hinauswachsen lassen wird. Sophie und Mattis. Mattis und Sophie.


Beurteilung:

Im großen und ganzen hält man mit "Der Geschmack von Sommerregen" eine zuckersüße Teenie-Lovestory in Händen. Denn Sophie ist süße 16, in der 11ten Klasse und ein Mauerblümchen wie es im Buche steht. Doch das stimmt nicht ganz. Das Mauerblümchen ist nur Fassade...aufdiktiert von ihrer Familie. In Wirklichkeit ist Sophie anders...etwas besonderes. Sie nimmt ihre Gefühle als Farben wahr. Da ist die Wut im stacheligen pink, die Hoffnung im zarten grün, Einsamkeit im fahlen grau/silber, Leidenschaft in allen erdenklichen Blautönen und natürlich die Liebe, die (wie soll es nicht anders sein) alles in Gold taucht.

Doch wer nun glaubt, dass das Buch nun vor rosa Schmetterlingen und schnulzigen Süßholzgeraspel strotzt, der irrt. Denn die Geschichte hat auch ernste Aspekte, vor denen man im Alltag allzu oft die Augen verschließt. Es erzählt neben der ersten Liebe auch von Hass, Verrat, Selbstverleumdung, Mobbing, Cyber-Mobbing, Depressionen, Traumabewältigung und dunklen Familiengeheimnissen.

Kurzum eine durchaus interessante Lektüre mit durchaus abwechslungsreichen und neuen Handlungsansetzen.

Ich gebe diesem Buch 3,5 von 5 Farbklecksen und würde das Buch als durchaus nette Urlaubslektüre einstufen, aber auch als zum nachdenken anregende Schullektüre sehen. Besonders bei den Aspekten mit dem Mobbing, Alkohol und Cyber-Mobbing für die heutige Jugend nicht zwingend verkehrt, eventuell rüttelt es ja den ein oder anderen wach.

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