Rezension: Eine sündige Lektion von Tessa Dare



Tii






Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
(18. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734101530
ISBN-13: 978-3734101533
Originaltitel: A Week to be Wicked (02 Spindle Cove)


Klappentext:

Die junge, wissbegierige Hobbygeologin Minerva Highwood will unbedingt nach Schottland. Lebemann Colin Sandhurst muss vor allem eines: weg aus Spindle Cove. Also tun sich die beiden zusammen und beschließen, die beschwerliche und gefahrvolle Reise gemeinsam anzutreten. Da sie sich als Paar ausgeben, teilen sie sich nicht nur eine Kutsche, sondern gezwungenermaßen nachts auch ein Bett. Dies wird bald zur größten Herausforderung der ganzen Fahrt, denn die beiden sind wie Katz und Maus. Doch langsam kommen sie sich näher, und aus einem leisen Knistern wird bald zügellose Leidenschaft.

Beurteilung:

Der treue Leser weiß, dass ich generell historische Liebesromane, die auch als "Nackenbeißer" verschrien sind, vergöttere. Amanda Quick und Stephanie Laurens zählen auf diesem Gebiet zu meinem Favoriten. Zu meiner hellen Freude darf ich nun eine weitere Autorin zu meinen Lieblingen zählen.

Doch nun zum Buch.

In gewissen Aspekten - speziell auf die Beziehung von Minerva zu ihrer Familie und dem Verhalten der Mutter - fühlte ich mich stark an "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen erinnert. Denn wie auch bei Jane Austen ist auch hier die Mutter total hysterisch und hibbelig ihre Töchter verheiratet zu bekommen und in gewissen Punkten zu schreien.

Ebenso ist auch die Beziehung zwischen Colin und Minerva ähnlich der von Elisabeth und ihrem Mr. Darcy. Colin scheint sich Minervas Namen nicht merken zu können. Immerzu nennt er sie Mathilda, Michelle, Marie und etliche andere Variationen von Mädchennamen mit M. Er scheint der Inbegriff des sorglosen Lebemanns, aber täuscht das nicht nur?

Minerva ist der personifizierte Blaustrumpf. Mit Brille, einer regelrechten Sucht nach Büchern, Steinformationen und anderen Dingen, die eher nicht als damenhaft gelten. Kurzum alles was Mann so nicht sucht.

Die gemeinsame Reise nach Schottland entpuppt sich als ein einziges Abenteuer, gespickt durch wilde Geschichten von Colin, die Bekanntschaft mit Strassenräubern, Spielhöllen, Wetten und und und....alles Dinge, die sich eigentlich nicht für das normale Leben von Minerva und Colin ziemen...

Gerade diese Einfachheit ist es auch, die den Reiz dieses Buches ausmacht. Anders als in anderen Geschichten dieser Art tendeln die Protagonisten nicht in hübschen Ballsälen und Herrenhäusern umeinander herum, sondern sind wesentlich bodenständiger als man es denken würde.

Kurzum, dieses Buch ist Pflicht für jeden Fan von historischen Romanen!

Ich gebe 4,5 von 5 Sternen

Kommentare