Rezension: Das Cafe der guten Wünsche von Marie Adams

(c) Blanvalet Verlag
gelesen und rezensiert von Tii








Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag 
(19. September 2016)
ISBN-10: 3734102782
ISBN-13: 978-3734102783




Klappentext:

Glück fällt nicht vom Himmel – aber manchmal ist es trotzdem zum Greifen nah …

Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schiefläuft? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?

Beurteilung:

Bei dem Klappentext schreit nahezu alles "Lies mich! Jetzt! Sofort!". Doch leider ist das Buch gar nicht so fesselnd wie der Klappentext es verspricht. Viel mehr ist es recht enttäuschend, langatmig und seicht plätschernd. Die Figuren recht flach und leblos. Bis zum Schluss hatte ich kein wirkliches Bild zu den verschiedenen Figuren und auch keinen sonderlichen Schimmer von deren Gedanken oder Gefühlen. Eine Verbindung oder Identifikation zwischen Leser und Figur kam nicht zustande.

Während die Handlung selbst eher plätschert und vor sich hin kriecht, wechselt die Autorin den Fokus wesentlich schneller mal blickt man auf Robert, dann auf Julia...dann auf Laura. Alle 2 bis 3 Seiten geht das so. Wo hier auch ein weiteres Problem liegt. Dieses Buch hat keine klare Kapitel Kennzeichnung, was eine Orientierung zusätzlich erschwert. Auch wird keinerlei Angaben zum zeitlichen Verlauf gemacht. Wie viele Tage oder Wochen sind vergangen? Wohnt Robert schon Wochen bei ihr oder kürzer?

Allerdings ist der kreative Ansatz gar nicht so uninteressant.
Hat die persönliche Einstellung zum Leben Einfluss auf unser Leben? Verläuft das Leben besser, wenn man an das Gute und Positive denkt und glaubt? Oder gar schlechter, wenn man zynisch und skeptisch ist?

So wirkt es auch recht spannend, wenn dieses Schwarz (Robert der Zyniker) und Weiß (Julia die personifizierte Optimistin) aufeinander treffen. Und sich die Frage stellt, ob die diversen Schicksalsschläge und Unfälle, Probleme, Streit und Co auftreten, weil der jeweils andere nun da ist. Färbt der Pessimismus ab und ist Schuld an allem?

Zeitgleich aber, könnte man über Julias Naivität geradezu schreien. Doch dazu verrate ich nicht mehr :)

Alles in allem ein Buch, dass viel verspricht, aber für mich nicht zwingend halten konnte. Das Grundgerüst ist interessant und viel versprechend, doch die Umsetzung, das Tempo der Handlung und der (nicht existente) Spannungsbogen sind eher enttäuschend.

Ich gebe diesem Buch freundliche 2,5 von 5  Tassen, weil ich den Grundgedanken faszinierend finde.

Kommentare

  1. Das Cover ist wirklich schön und auch der Titel, schade das es nicht so toll geschrieben ist.
    LG Sonja

    AntwortenLöschen
  2. Hallo! :)

    Oh, wie schade. :/
    Ich finde die Idee eigentlich ziemlich niedlich, aber ich kann deine Kritik auch verstehen. Schade, dass es dich nicht ganz überzeugen konnte.
    Aber ich hoffe dein nächstes Buch wird wieder etwas besser. :)

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,
      vielen Dank für Dein Verständnis :) Leider kann nicht jedes Buch jedem gefallen. Wäre ja auch sonst sehr langweilig. Wie gesagt, die Idee klingt super und ausgesprochen spannend, aber für 300 Seiten zieht sich der Spaß doch arg in die Länge ohne irgendwie zu fesseln.
      Doch ich hoffe, dass andere mehr Freude mit diesem Buch haben.
      LG
      Tii

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Deine Meinung!!!