Freitag, 6. Januar 2017

Rezension: Maximilian Seese - Was der Nebel verbirgt



(c) Edition M










Verlag: Edition M
Taschenbuch: 416 Seiten
Erstveröffentlichung: 13. Dezember 2016
 ISBN-13: 978-1503943063

 





Klappentext:

Seit einer fehlgeschlagenen Festnahme vor vierzehn Jahren wird der Serienkiller Laxley Doherty vergeblich von der Polizei gesucht. Jetzt muss Gordon Grand, langjähriger Fahndungsleiter, auf einer Polizeikonferenz hilflos mit ansehen, wie die Akte des »Schlächters von Plymouth« offiziell geschlossen wird. Am nächsten Tag jedoch wird in London ausgerechnet die Leiche Dohertys gefunden. Erneut taucht Grand in die Ermittlungen und die Abgründe des Serienmörders ein. Je größer Grands Obsession für den Fall Doherty wird, desto näher kommt er seinen eigenen Dämonen, die im Nebel auf ihn lauern ...


Inhalt:

Nach 14 Jahren wird die Ermittlung um den berühmtesten englischen Killer (Laxley Doherty) seit Jack the Ripper eingestellt. Kurz danach wird die Leiche des Killers gefunden und die Ermittlungen werden neu aufgenommen. Gordon Grand übernimmt dabei wieder die führende Rolle und nach und nach kristallisiert sich heraus, dass viel mehr dahinter steckt als vorher angenommen.

 

Beurteilung:

Maximilian Seese schafft es jede einzelne Figur in diesem Buch Leben einzuhauchen und alle werden mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Man lernt Freund und Feind kennen und sympathisiert mit der einen Seite und verabscheut die Andere. Orte wie Büros und Wohnungen oder auch Landschaften werden detailliert beschrieben, so dass der Leser eigentlich keine eigene Vorstellungskraft mehr benötigt. Das war mir manchmal etwas zu viel, denn ich lasse gerne noch meine Fantasie schweifen.

Das Buch besteht aus ca. 90% Ermittlungsarbeit, wobei diese eigentlich zu keinem Ergebnis bzw. zu kaum einem Ergebnis führt und man als Leser irgendwann genauso gefrustet ist wie Gordon Grand, aber wie würden wir uns fühlen wenn ziemlich schnell klar ist wer der Täter ist, man es aber nicht beweisen kann…

Die Geschichte ist in sich logisch aufgebaut und die einzelnen Handlungen sind gut nachzuvollziehen. Wir werden mit Konflikten und öffentlichen oder privaten Skandalen konfrontiert und alles trägt dazu bei, dass die Geschichte voranschreitet.


Fazit:

Wir haben hier einen ausführlich erzählten Roman, der sehr anschaulich und realistisch geschrieben ist. Auf Grund des Erzählstils, weist das Buch manchmal kleine Längen auf die den Spannungsbogen etwas einknicken lassen.
Alles in allem ein wirklich gelungener Debutroman des 1994 geboren Autors der mich
gut unterhalten hat und überzeugen konnte.

4,5 von 5 möglichen Punkten

Kommentare:

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