Sonntag, 7. Mai 2017

Rezension zur Hades Trilogie von Candice Fox

(c) Suhrkamp

















Heute möchte ich meinen Eindruck zu der kompletten Trilogie von Candice Fox mit Euch teilen.

Den dritten Teil habe ich ganz aktuell beendet, aber nur davon zu erzählen fand ich jetzt blöd, daher dachte ich, ich teile einfach meinen kompletten Leseeindruck mit Euch.

Die Bücher der australischen Autorin wurden im Heimatland mit einigen Buchpreisen ausgezeichnet und auch bei uns ist ein kleiner Hype ausgebrochen als der erste Teil erschienen ist.
Auf Grund der Story konnte ich mich dem 1. Teil auch nicht verschließen und habe diesen schon vor einiger Zeit gelesen.

Bevor ich zu meiner Meinung komme hier erstmal die Klappentexte zu allen drei Büchern:



1. HADES:

Hades ist der ›Herr der Unterwelt‹ von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Menschen, die gewaltsam zu Tode gekommen sind. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kleinkinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Aber die beiden leben noch. Sie wachsen bei Hades auf und werden Top-Cops bei der Mordkommission von Sydney. Das ist jedoch nur ihr eines Gesicht, ihr eines Konzept von »Gerechtigkeit«. Denn schließlich hat Hades Eden und Eric erzogen.

2. EDEN:

Heinrich Archer, genannt Hades, das kriminelle Mastermind von Sydney, wird bedroht. Er ›bittet‹ Detective Frank Bennett, den Kollegen seiner Tochter Eden, um diskrete Hilfe, denn die Spuren könnten tief in das faszinierende, gewaltsatte Vorleben von Hades führen.
Gleichzeitig hat Eden, Top-Detective bei der Mordkommission mit dem seltenen Talent, Verbrecher aufzuspüren und zur Strecke zu bringen, einen extrem schwierigen Auftrag: Drei Mädchen sind verschwunden, und die Spur führt sie zu einer verlassenen Farm, auf der sich ein Serienkiller rumtreibt. Sie begibt sich dort undercover in eine Kommune, ein rabenschwarzes, gefährliches Paralleluniversum mit Mördern und Vergewaltigern. Sie muss all ihre erstaunlichen Fähigkeiten einsetzen, um zu überleben. Zudem ist ihre Beziehung zu ihrem Partner Bennett kompliziert, beide sind traumatisiert, und dass Bennett gerade auf Alkohol und Drogen ist, macht die Sache nicht einfacher. Aber die beiden sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen.

3. FALL:

Der letzte Band der phänomenalen Trilogie um Eden Archer und Frank Bennett: Eden, Top-Cop bei der Mordkommission von Sydney, ist nach ihrem Undercover-Einsatz schwer angeschlagen. Das hält sie aber nicht davon ab, mit dem weiterzumachen, was sie am besten kann: in nächtlichen Streifzügen Killer und Psychopathen aufzuspüren und für immer aus dem Verkehr zu ziehen. Ihr Kollege Frank ahnt ihr dunkles Geheimnis, hält jedoch still – noch.
Als ein Killer in den Parks von Sydney eine Joggerin nach der anderen bestialisch ermordet, müssen die beiden Cops auf Gedeih und Verderb wieder zusammenarbeiten. Aber rasch eskaliert die Lage, weil Franks neue Freundin, die Psychologin Imogen Stone, in ihrer Freizeit für üppige Belohnungen alte Fälle wieder aufrollt und dabei auf die zwanzig Jahre alten Tanner-Morde stößt. In ihren Nachforschungen kommt sie Eden gefährlich nah, viel zu nah. Frank muss sich fragen, welche Maßnahmen Eden ergreifen wird, um sich zu schützen. Denn so gut kennt er Eden, dass er weiß: Diese Maßnahmen werden radikal sein …

Meine Meinung:

Was mit dem 1. Teil als eine fulminante und wirklich außergewöhnliche Story begann, flaute leider mit dem zweiten Teil schon ab und gipfelte dann im dritten Teil mit einem für mich wirklich sehr merkwürdigen Ende.

Aber der Reihe nach: 
In "Hades" wird Frank Bennett der neue Partner von Eden und er entdeckt, dass Eden und Ihr Bruder Eric eine dunkle Seite haben und neben Ihrer Arbeit bei der Polizei als Jäger durch die Gegend ziehen und Menschen umbringen. Tagsüber die Guten und nachts die Bösen, aber sind sie wirklich böse, oder steckt ein anderes Motiv hinter den Mordes des Geschwisterpaares?
Während einerseits der Serienkiller gejagt wird, wird andererseits Spannung erzeugt durch die Frage ob Edens neuer Partner früher oder später ein Opfer seiner Neugier werden wird.

Mit "Eden" gab es dann die Fortsetzung und hier werden zwei parallele Erzählstränge verfolgt: 
Eden wird undercover in eine Kommune auf einer Farm  eingeschleust, um einen Mörder zu entlarven. 
Im anderen sieht sich Heinrich Archer mit einer Bedrohung konfrontiert, die mit einem Rätsel aus seiner Vergangenheit zu tun hat und bittet Frank Bennett um Hilfe.
Während Eden ihr Leben riskiert, um unter einem Haufen asozialer Gewaltverbrecher einen Mädchenmörder zu stellen, wird in Rückblenden die Geschichte ihres Ziehvaters erzählt und die Ermittlungen von Bennet dargestellt. Parallel dazu gibt es noch die erste Anbandelung zwischen Bennett und seiner Psychologin.

"Fall" stellt das dritte und letzte Buch in dieser Reihe dar. 
In "Fall" werden zwei parallele Erzählstränge verfolgt, also soweit alles beim Alten... 

Eden ist zurück und kämpft noch mit den Spätfolgen ihrer schweren Verletzungen, aber sie ist hart, schön und gefährlich. Damit dass auch jeder Leser mitbekommt, wird sie auch die ganze Zeit so beschrieben inkl. dem dazugehörenden bösen Blick. Bennett ist nach wie vor  äußerst fasziniert von ihr, aber die Furcht vor Eden ist immer präsent und er fragt sich von Zeit zu Zeit, ob sie ihn doch noch tötet. 
Das ganze wird immer wieder wiederholt, damit es auch jeder versteht.
Dazu kommen zwei Nebencharaktere, welche nur holzschnittartig gezeichnet werden, um dann ihre vorhersehbaren Rollen einzunehmen.
Der eigentliche Fall,  rund um den Serienkiller, wird in diesem dritten Teil fast zur Nebensache und wirkliche Spannung kommt hier nicht auf.
Selten habe ich einem Charakter so sehr die Pest an den Hals gewünscht, wie in diesem Buch. Meine Wunschträume diesbezüglich erfüllten sich leider nicht. (Ich muss hier recht vage bleiben, da sonst die Gefahr besteht zu spoilern).

Aber kommen wir zum Schluss:
Da weiß ich gar nicht, was ich dazu sagen soll. Jeder Leser hat am Ende der Trilogie mit dem großen Showdown gerechnet und ich für meinen Teil war davon überzeugt, dass es nur entweder Eden Archer oder Frank Bennet sein kann, der am Ende noch lebt. Hier kommt es jedoch völlig anders und ich für meinen Teil fühle mich von der Autorin sitzen gelassen. Das war für mich kein würdiges Ende der Trilogie. 
Aus Marketingsicht war es clever, denn so hält man sich die Türe offen für alles mögliche. 3 weitere Perspektiven ergeben sich für mich nach Beendigung des Buches.
Leider nicht das, was ich erwartet hatte und auch kein würdiges Ende dieser Trilogie.

Was für mich mit einem wirklichen starken Auftakt begonnen hat, 4,5 Punkte für Hades, wurde zu einem 3-3,5 Punkte Buch für Eden und endet  mit einem 2 Punkte Finale bei Fall.

Leider kann ich damit für die komplette Trilogie keine Empfehlung aussprechen, auf Grund des enttäuschenden Ausklangs. Schade, denn da wäre mehr drin gewesen.

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