Rezension: Drei Meter unter Null von Marina Heib










Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Heyne Verlag 
Erscheinungsdatum: 6.03.117
ISBN-10: 3453271114
ISBN-13: 978-3453271111



Klappentext:


Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.

Inhalt:

Wir begleiten die namenlose Hauptprotagonistin in diesem Buch und erleben wie sie sich von Kindesbein an bis heute entwickelt.

Die Protagonistin übernimmt in dem Thriller die Erzählperspektive, so dass wir immer aus ihrer Sicht alles erleben und erfahren.

Als Leser ist einem schnell klar, dass sie mordet, aber es ist lange nicht klar warum. Dieses Rätsel wird ab Seite 150 gelöst und der Bezug zum Titel ist plötzlich da und zutiefst schockierend, aber damit ist das Buch nicht zu Ende. Das wirklich perfide "Highlight" kommt erst viel später zum Vorschein und da hat sich mir definitv einmal der Magen gedreht.

Das Buch lebt von der Entwicklung der Protagonistin und dem was sie erlebt oder getan hat und der Form der Schilderung von Ihr.
"Einst wollte sie Pippi Langstrumpf werden, dann doch lieber Winnetou, als sie älter wurde, konnte ihre Mutter sie überzeugen etwas "Vernünftiges" zu lernen. Doch schon immer fühlte sie, etwas ist anders mit ihr, denn sie war schon immer anders als andere Kinder. Nun ist sie auf der Jagd, sie ist ein Wolf, doch sie jagd andere Wölfe."

Fazit:

Durch den etwas ungewöhnlichen Schreibstil schafft Marina Heib es eine veschrobene und vielleicht etwas verrückte Protagonistin für uns aufzuzeigen, die in dieser Form seinesgleichen sucht.

Während des Lesens, habe ich mich immer wieder gefragt:

Was mag ihr Schlimmes passiert sein?
Welches Drama hat sich abgespielt, dass sie sich bewusst entscheidet zur Mörderin zu werden?
Was würde ich in dieser Situation tun?
Wie würde ich mit dem Wissen umgehen?
Würde ich für mich diesen Ausgang der Geschichte wählen?

Ein Buch, das sicherlich nicht für jeden geeignet ist, aber einen wundervollen Blick in den Abgrund der menschlichen Psyche erlaubt.
Ich hatte während des Buches immer ein beklemmendes Gefühl, da die Autorin uns immer mehr in eine Richtung steuert, die mir nicht angenehm war. Bis zum Ende hat die Protagonistin keinen aktuellen Namen, was bei mir die Stimmung maßgeblich beeinflusst hat. Es wirkte so trostlos, so verloren...

Von mir erhält es 5 von 5 möglichen Punkten und eine Leseempfehlung für alle, die gerne einen Sprung die Abgründe der menschlichen Seele und Perversitäten dieser Welt wagen wollen.

Kommentare

  1. Ich glaube, dass ich dieses Buch noch lesen muss und es nicht aus den Augen verlieren darf. Aber meine Wunschliste ist doch schon so lang :-).

    Eine Protagonistin ohne Namen, das klingt schon rech ungewöhnlich.

    Viele liebe Grüße

    Anja

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