Rezension: Ein Vampir zum Vernaschen von Lynsay Sands


Der gut aussehende Vampir Lucern Argeneau schreibt unter Pseudonym historische Liebesromane. Da er die meisten Ereignisse, die er in seinen Romanen beschreibt, selbst erlebt hat, sind seine Bücher sehr erfolgreich. Er besitzt eine große Fangemeinde, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihren Autor einmal persönlich kennenzulernen.

Doch Lucern lebt äußerst zurückgezogen und weigert sich, auf Lesereise zu gehen oder Autogramme zu geben, schon allein deshalb, weil für ihn als Vampir das Reisen bei Tag schwierig ist. Doch seine neue Lektorin Kate C. Leever hat es darauf angelegt, den schüchternen Lucern aus der Reserve zu locken - und das um jeden Preis.


Beurteilung:

Meine Damen und Herren, wir freuen uns Ihnen Lucern Argeneau vorstellen zu dürfen. Seines Zeichens ein begnadetes Talent an der Feder, allerdings zeitgleich auch wohl der eigenbrötlerischste Mensch unter der Sonne. Doch sagen wir es so. Weit über 600 jahre lassen wohl jeden früher oder später exentrisch werden. Denn Lucern ist ein Vampir - oder eher Atlantide wie er betont. Die Sache mit den Nanos und den daraus resultierenden Blutdurst etc finde ich wunderbar kreativ und eindeutig weniger melodramatisch als den Spaß mit der verlorenen Seele blabla.

Doch zurück zum Thema.
Wir haben da also Lucern, den personifizierten Einsiedlerkrebs, und sein Talent an der Feder. Nun hat letzteres die Folge, dass er eine Goldgrube für seinen Verlag darstellt und dieser (logischerweise) noch mehr Profit aus diesem Erfolgsautoren schlagen möchte. Lesereise, Interviews etc etc...

Nun hat die liebe Kate die Aufgabe den sturen Lucern dazu zu überrechen. Mit allen Mitteln. Es folgen halbe Dramen, die mich schmunzeln ließen, aber auch mein Mitleid für Luc weckten. Um Luc's Leiden zu vergrößern mischt seine Mutter kuppelder Art und Weise mit.

Wer wird am Ende seinen Willen bekommen?

Alles in allem eine locker leichte Liebesgeschichte mit Biss. Es ist für alles gesorgt. Humor, Drama, Liebe, Erotik und Spannung. Die perfekte Mischung.
Allerdings war mir Kate's Verständnis und Akzeptanz für Lucern's Situation und die Enttarnung als Vampir etwas arg schnell und reibungslos.
Hallo? Eine moderne Frau glaubt mal so mir nichts, dir nichts an Vampire? Die Beißer machen natürlich auch keine Angst? Ist klar...
Etwas mehr Spannung und Verzögerung hätte mir da gut gefallen. Dennoch war der Unterhaltungswert gegeben und ich kam auf meine Kosten.

4 von 5 Vampirgebisse.

#08/2018

Kommentare