Blogger vs. EBook-Piraten

verfasst von Tii

Bei dem Wort Piraterie hat man direkt die tollsten Bilder im Sinn. Da fallen einem unter anderem der fiese Captain Hook oder der etwas verwirrte - aber deswegen nicht weniger hübsche - Captain Jack Sparrow ein. Man hat Abenteuer in der Karibik, wilde Seeschlachten und ähnliches im Sinn. Es gibt etliche Filme und Romane, die unsere Fantasie hier mit den schönsten Bildern zu füttern vermögen.

Doch die Piraterie hat auch eine ganz anderes, weniger abenteuerliches oder fantasievolles, dennoch nicht zu verkennendes verbrecherisches Gesicht. Und zwar die des Raubkopie-Piraten.

Raubkopien kennen wir ja im Grunde genommen schon seit Jahrzehnten. Erst war es der Filmsektor, wo die Piraten ihr Unwesen trieben...wenig später tummelten sie sich im Musiksektor. Doch damit geben sich die Piraten lange nicht zufrieden. Sie haben eine neue Goldgrube...einen neuen Schatz gefunden, den sie mit allen Mitteln und Wegen bis aufs letzte Tröpfchen Blut zu schröpfen gedenken.



Den EBook-Sektor.

Wie wir alle wissen ist ein EBook ja nur eine kleine Ansammlung von Bits und Bites. Eine Datei. Die wir - wenn wir denn brave Bücherliebhaber sind - bei diversen Plattformen käuflich erwerben können. Oft sogar richtig günstig im Vergleich zur Printausgabe (dem Holzbuch, wie ich neulich bei einem Autoren lesen durfte). Die Preise variieren zwischen € 2,99 und € 9,99, je nach Autor, Buch, Verlag o. ä.

Doch das EBook hat noch einen Effekt - neben dem, dass man Platz und Geld sparen kann - , dass kleinere, unbekanntere (Indie und SP) Autoren sie nutzen können und mit ihnen IHR geschriebenes Wort uns Lesern näher bringen zu können.
Es ist ihre Option ihr Baby - das mit Herzblut, Fürsorge und ganz viel Zeit aus einen Gedanken geboren wurde - den Weg in ein neues Zuhause finden und den Menschen dort genauso viel Freude bereiten zu lassen, wie ihm (dem Autoren). Idealerweise möchte ein Autor natürlich mit seinem Baby auch etwas verdienen. Schliesslich muss er ja auch von etwas leben, damit er weitere solcher Babies in die Welt entsenden kann.
Alles eigentlich logisch bis hierhin, oder?
Schliesslich bezahlen wir ja auch für das gedruckte Buch, warum also nicht auch Anerkennung und Tribut zollen für das elektronische Buch?

Doch hier gibt es ein paar pfiffige Nasen, die genau hier selbst ihren Profit aus der Sache schlagen wollen. Der Pirat tritt auf den Plan.

Wie schon zu Anfang gesagt ist ein EBook ja eine Datei. Und wie es so mit Dateien ist, kann man sie kopieren. Im Grunde eine nette Sache, wenn man z. B. auf dem Handy und EBook liest. So hat man dann ein Buch auf 2 verschiedenen Medien.
Doch der Pirat denkt nicht so praktisch. Nein.
Er denkt sich "Super. Je Kopie kassiere ich € 0,15!"
Und schwupp wird mir nichts, Dir nichts eine entsprechende Plattform ins Leben gerufen und der wilde EBook Handel entbrennt.

Aber damit, dass nun ein anderer mit dem Baby des Autoren - sprich mit den Federn anderer - Geld verdient ist noch lange nicht genug. Nein. Der Autor wird - besonders bei dem Onlinedienst mit dem A - auch beim Kauf abgezockt. Denn die Plattform bietet ein Rückgaberecht. Auch bei EBooks. Heißt, wenn man ein Buch kauft, kann man das innerhalb einer bestimmten Frist zurück geben und bekommt sein Geld zurück. Im Grunde ist dies dafür gedacht, wenn  man versehentlich das falsche Produkt gekauft hat, sich "verklickt" hat. Doch die Piraten nutzen dieses Tool für ihre Zwecke. In dem sie dass Buch kaufen, Kopien erstellen und dann - ganz legal - ihr Geld zurück fordern.

Allerdings gibt es neben dem böswilligen und arglistigen Piraten auch noch Piraten, die eher durch Unwissenheit und Naivität den Autoren schaden und zum Piraten werden und auch andere zum Piraten machen.

Die vielen kleinen gutgläubigen Buchliebhaber, die ihr Buch doch NUR an ihre Freund verleihen wollen.

Bitte merkt Euch eines. EBooks kann man NICHT wie Printbücher wirklich verleihen, weil immer eine Kopie auf Eurem Rechner zurück bleiben wird. Und ehe Ihr Euch verseht habt Ihr das Ultimative Schnellballprinzip losgetreten.

An dieser Stelle eine kleine Grafik hierzu (Quelle: Isabell Schmitt-Egner)



Wie Ihr also seht ist ein EBook doch etwas komplexer als man erst denken mag.
Also bitte denkt daran, dass man EBooks nicht tauschen, verleihen oder als Wanderpaket / -buch auf Reisen schicken kann.

Das Vervielfältigen von EBooks, das Verteilen und in Verkehr bringen ist ILLEGAL!!!



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WIR SIND GEGEN EBOOK-PIRATERIE!!!

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