Rezension: Mitten in der Nacht von Nora Roberts

(c) Blanvalet Verlag
gelesen und rezensiert von Tii







Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (1. März 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442360072
ISBN-13: 978-3442360079
Originaltitel: Midnight Bayou


Klappentext:

Declan Fitzgerald verlässt seine Bostoner Anwaltskanzlei, um sich einen alten Traum zu erfüllen: Er möchte Manet Hall in neuem Glanz auferstehen lassen, ein altes Plantagenhaus in der Nähe von New Orleans. Bei der Renovierung stößt er jedoch auf die dunkle Vergangenheit des Hauses - ein Verbrechen, das vor hundert Jahren auf Manet Hall geschah. Nur die junge Angelina Simone schenkt ihm Glauben. Gemeinsam müssen sie das Geheimnis lösen - für die Liebe ihres Lebens ...

Beurteilung:

Nora Roberts entführt uns mit "Mitten in der Nacht" in die Südstaaten. In ein Herrenhaus "Manet Hall", ganz in der Nähe von New Orleans. Wobei hier gerade dieses Haus der Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist und New Orleans eher Nebenschauplatz.

Zusammen mit Declan Fitzgerald, Anwalt und Sohn einer wohlhabenden Familie aus Boston, beziehen wir das alte Herrenhaus, das seine Glanzzeiten hinter sich hat. Doch Declan will ihm wieder neues Leben einhauchen, ihm zu seinem alten Glanz verhelfen. Bei der ersten groben Besichtigung sieht er alles in klaren Farben vor sich. Die edlen Stoffe, Stuckarbeiten...und hat sogar den Duft von Bienenwachs und üppigen Blumen in der Nase.

Aber sind das wirklich nur Ideen, Vorstellungen oder nicht eher Erinnerungen?

Neben einer riesigen Baustelle hat Declan mit dem Erwerb des Hauses auch ein mittleres Problem erworben. Einen Geist...oder sind es gar mehrere? Denn in dem Haus spukt es. Angefangen bei Türen knallen über eisige Lufthauche bis hin zu schreienden Babies in der Nacht...

Wie es sich für einen guten Nora Roberts Roman gehört, haben wir auch hier wieder ein Steckenpferd einen Fokus, der unsere Sinne einnimmt. Dieses Mal ist es die Liebe zu alten Dingen, für Restaurierung und Werken. Sei es die einfache Schreinerarbeit, wo man das Sägemehl zu riechen glaubt, oder die frische Farbe deren Glanz einen verzaubert.
Mit jeder einzelnen Seite nimmt das Haus und sein Garten, ja sogar jedes Zimmer und jeder Balkon, mehr Form an und man kann die Faszination von Declan für dieses Haus mehr und mehr nachvollziehen.

Alles in allem eine schöne Geschichte von einer alten Liebe, die (Ende des 19ten Jahrhunderts) durch Gewalt und Hass ein zu frühes und schnelles Ende fand und den Glauben daran, dass jeder eine zweite Chance verdient hat. Auch die Liebe.

Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sternen, weil mir persönlich das Ende zu schnell war und zu viele Fragen offen und Probleme ungelöst im Raum stehen lässt.

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