Rezension: Das letzte Bekenntnis von Carter Wilson

(c) Edition M

Klappentext:

Zwischen Leben und Tod liegen nur Worte …

Dunkelheit. Kälte. Schmerz. Mühsam kommt Harden Campbell zu sich. Er ist gefangen in einer dreckigen Zelle, neben sich die Leiche seines Freundes, eine alte Schreibmaschine und ein Stapel Papier. Nur ein Satz steht darauf: »Erzähl mir eine Geschichte«.

Steckt Coyote dahinter? Der Ex-Mitbewohner aus Hardens Studenten-WG hat in den letzten Monaten auf verstörende Weise gezeigt, dass er Spaß daran hat, andere zu manipulieren und sie an ihre Grenzen zu bringen. Aber würde dieser Soziopath wirklich so weit gehen? Harden ahnt, dass er die Geschehnisse aufschreiben muss, die ihn in diese Situation gebracht haben. Nur so hat er eine Chance zu überleben.

Harden steht vor der schwierigsten Aufgabe seines Lebens. Jedes Wort muss sorgfältig gewählt werden. Sein Schicksal hängt davon ab.

Gewinner des International Book Awards 2017

Inhalt:

Stellt Euch vor:
Ihr werdet wach, in einer Zelle mit festgestampften Boden, es ist kalt, Ihr seid desorientiert, habt keine Ahnung wie Ihr dorthin gekommen seid und Euer bester Freund liegt abgeschlachtet auf dem Boden der Zelle...
Aber das kurioseste in der Zelle ist der Tisch mit einer alten Schreibmaschine drauf...

Aus dem Klappentext und dem wirklich extrem passenden Cover geht hervor, was passiert: Harden erzählt uns eine Geschichte. Es ist aber nicht irgendeine Geschichte, es ist seine Geschichte. Die Geschichte seines Lebens bzw. um sein Leben zu retten.

Der Protagonist erzählt von seinem Studentenleben und seiner Begegnung mit Coyote. Ein junger Mann, der Hardens Welt völlig auf den Kopf stellt und aus den Fugen geraten lässt...

Fazit:

Handwerklich gekonnt führt uns Carter Wilson in die Marterie ein. Es geht anscheinend um Religion, einer erfundenen Religion. Es geht um Manipulation, Korruption, Größenwahn und wohin das führen kann.

In kurzen Kapiteln und in drei Teilen lässt uns der Autor an der Geschichte von Harden, Jacob, Derek, Emma und Coyote teilhaben. Er zeigt uns die Psyche eines wirklich gestörten Menschen und beschönigt nichts. 
Wir erfahren welche Entscheidungen im Leben ernsthafte Konsequenzen haben und auch Freundschaften trennen können.

Ich bin völlig in der Geschichte versunken und habe die Zeilen von Harden aufgesaugt. Ich wollte immer mehr wissen, was es mit dieser angeblichen Religion auf sich hat und welche Ziele der selbsternannte "Messias" verfolgt.
Aber auch die Sequenzen in der Zelle haben es in sich, denn neben Harden wird auch Emma dort gefangen gehalten und gefoltert.

Wie weit ist man bereit zu gehen, um einen anderen Menschen zu retten?
Was hat Harden erlebt?
Warum wird er in der Zelle festgehalten und soll eine Geschichte erzählen?

Die Hauptprotagonisten werden gut dargestellt. Ob man sich in sie hineinversetzen kann, dass lasse ich an dieser Stelle offen, denn eigentlich möchte man es gar nicht...

Was als Spiel begann, wird bitterer Ernst und kostet Menschenleben oder die geistige Gesundheit einiger Menschen.

Lange habe ich überlegt, wie die Geschichte enden könnte und mit der Auflösung war ich dann doch ziemlich baff und man könnte es schon fast trivial nennen, aber eben nur fast...

Ich habe mich mit diesem Buch wirklich gut unterhalten gefühlt. Obwohl es nur eine Geschichte in der Geschichte ist schafft es der Autor die Spannung zu halten.

Von mir gibt es für diesen Thriller 4 von 5 Punkten.


Buchinformationen:

Taschenbuch: 428 Seiten
Verlag: Edition M (12. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1542048184
ISBN-13: 978-1542048187

Kommentare

  1. Uhhh was bin ich froh das das Buch bereits auf meinem SuB liegt! Du machst gekonnt neugierig auf die Geschichte!

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    1. Da kann ich Dir nur ganz viel Spaß wünschen. Und vielen Dank für Dein Laub.

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